Der Föderalismus kennt nur einen Grundsatz: Der Mensch ist frei.

Der Mensch unterliegt nur Zwängen, die er sich selbst auferlegt hat.

Das kantische Menschenbild: "Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, daß sie ein allgemeines Gesetz werde " (kategorischer Imperativ).
Moderner ausgedrückt: "Du bist frei. Aber wenn Du einen Mitmenschen oder ein Tier am Körper oder an seiner Seele verletzt oder die Umwelt schädigst, mußt Du Dich dafür vor Dir selbst und Deinen Mitmenschen verantworten".

Zum Einsiedler dennoch taugt der gemeine Mensch nicht. Als Einzelgänger erhält er seine Grundbedürfnisse nicht befriedigt, vor allem nicht Sicherheit und Geborgenheit. Er sucht daher die Gemeinschaft mit Gleichgesinnten.

Kernbaustein einer freiheitlichen Ordnung ist die selbständige Gemeinde.


Bei den gegenwärtigen Überlegungen zu dem, was nötig und gedeihlich ist, hat stets das Wohl der Wirtschaft Priorität. Zweifellos ist das Verlangen des Menschen nach Arbeit und Brot ein vorrangiges.

Dem "homo oeconomicus" gerecht zu werden, sei nur dem Staat gegeben, heißt es. Denn des Bürgers Wohlfahrt sei nur durch Regelung und Umverteilung vonseiten einer weisen Obrigkeit herzustellen.


Regelung von oben jedoch gelangt nie dauerhaft zum gewünschten Effekt. Sie verlangt unentwegt die Reform der Reform. Sie führt ins Uferlose, zu einer beispiellosen Regelüberschwemmung.
Der geregelte Markt taumelt von einer Krise zur nächsten. Darüber hinaus verleitet er zu Unbekümmertheit und Korruption.

Und die Umverteilung ist auf gerechte und zuträgliche Weise nicht zu bewerkstelligen. Ihre Widersprüchlichkeit läßt Nutznießer zu unvorstellbarem Reichtum kommen. Auf der anderen Seite verbreitet sie die Armut der weniger Ausgekochten.

Selbständige Menschen brauchen nicht Ludwig von Mises oder Murray Rothbard zu lesen, um zu bemerken, daß jede Einwirkung auf den Markt sich nachteilig auswirkt. Sie werden ihn daher sich selbst überlassen.

Auf dem

freien Markt

legen Eigenverantwortlichkeit und freier Wettbewerb den Herstellern und Händlern Zügel an. Überdies ist jeder Teilnehmer des Markts Mitglied einer Gemeinde. Er wird daher von seinen Nachbarn zum Einhalten einer Moral veranlaßt.

Alle Überprüfer dieses Sachverhalts, von Adam Smith bis Frank Föder, kommen zu dem Ergebnis, daß der freie Markt just jene Auswirkungen hat, die heute gefordert sind.

Er bringt zwar viele seiner Teilnehmer zu besonderem Wohlstand, verhilft aber zugleich allen anderen zu einem gesicherten Auskommen. Unverschuldete Not muß niemand leiden.

Vor allem aber hat er inneren und äußeren Frieden zur Folge. Darüber hinaus leistet er dem Einhalten von Maß Vorschub.

Gemeinhin verkannt wird, daß die Ordnung, die sich der Mensch gibt, soll sie dauern, auch seinen immateriellen, seinen mentalen Grundbedürfnissen gerecht werden muß.

Zu den mentalen Grundbedürfnissen gehört neben dem Verlangen nach Selbstbestimmung, daß der Mensch "sich fühlen kann".

Er will sich seine Selbstachtung bewahren können.
Er verlangt soziale Anerkennung und einen Vorschuß an Vertrauen.
Und er benötigt Sicherheit und Geborgenheit.

Diese Grundbedürfnisse kann nur die selbständige Gemeinde vermitteln.


Im einzelnen beschreibt das Föderalistische Manifest, was an Grunsätzlichem zum Föderalismus zu sagen ist.

Sie finden das Manifest in der nachfolgenden Rubrik sowie als Download (PDF-Datei) unter "Wichtige Dokumente".