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Ratio in emotio


Die Vernunft gebietet, sich über die für das eigene Dasein relevanten Gegebenheiten nüchtern und möglichst umfassend ins Bild zu setzen, daraus die sich ergebenden Schlüsse zu ziehen und – falls nötig – erfolgversprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Die für das Wohlbefinden von uns Menschen allgemein seit langem relevante Gegebenheit sind die Staaten. Deren Eigenheit und ihr Zustand berühren uns heute mehr denn je.
Herausragende Eigenheit der Staaten ist ihre Selbstsucht. Sie rührt aus der Verpflichtung ihrer Regierungen her, das Beste für ihre Mitbürger, ihre Wähler, herauszuschlagen.
Kein Staat kann sich einen Gebietsverzicht leisten. Statt dessen versucht jeder, sich weitere Gebiete anzueignen, sei es an den Polen oder im Meer oder in Gegenden, deren Bevölkerung barmt. Jeder Staat beutet die ihm zur Verfügung stehenden Ressourcen aus, ohne Rücksicht auf die Natur und den Bedarf nachfolgender Generationen. Jeder Staat sucht, wo er kann, seinen eigennützigen wirtschaftlichen Vorteil (von der Subventionierung seiner Betriebe bis zur Bewertung des von ihm herausgegebenen Geldes).
Der Staaten Selbstsucht provoziert Krieg, ihre Selbstgerechtigkeit Terror. Bei dem Vorhandensein von Massenvernichtungsmitteln, deren Nutzung sogar einzelnen und kleinen Gruppen gegeben ist, eine Konstellation, die zu besonderer Besorgnis Anlaß gibt.
Der Staaten Buhlen um schnellen Profit stachelt Großmannssucht und Gigantomanie an. Dadurch steigern sie die Armut der vielen und den Reichtum der wenigen.
In ihrem Inneren sind sie veranlaßt, die sozialen Probleme zu mindern. Jede Reform jedoch, die sie auf den Weg bringen, erweist sich binnen kurzem als den Sachverhalt eher verschlimmernd. Offensichtlich lassen sich die Sorgen und Nöte der Bürger von oben nicht beheben. Das macht Betreuung und Beschwichtigung nötig (panem et circenses), ein kostspieliges Verfahren. So gut wie alle Staaten haben sich über das erträgliche Maß hinaus verschuldet.
Das erlaubt folgenden Schluß:
Der Kampf um die letzten Ressourcen (Trinkwasser, nutzbaren Boden) steht ins Haus. Streit verursacht auch der Mangel in den einen und der Überfluß in den anderen Staaten.
Im Inneren werden die Treuen und Tüchtigen, die die ständig vermehrte Last tragen müssen, über kurz oder lang in die Knie gehen – und dann wohl die Zähne zeigen.
Die Staaten leisten nicht, was die Entwicklung verlangt. Sie lassen eine Weltkonferenz nach der anderen scheitern, vermehren die Streitgründe untereinander, verschlimmern die sozialen Probleme und überziehen ihr Konto. Da sie fortgesetzt neue Probleme schaffen, kann mit begründeter Berechtigung gesagt werden, daß sie den verhängnisvollen Sieg der Vergangenheit über die Zukunft darstellen (Andreas Zielcke in der SZ vom 14. 6. 2010).
Mit den Staaten, das steht ziemlich außer Frage, ist Zukunft nicht zu haben.
Das vorherrschende Gefühl heißt dessen ungeachtet Ignoranz und Verdrängung.
Das Verhältnis der Menschen zu ihrem Staat hat Michel de Montaigne mit einer Metapher beschrieben. Eine Bäuerin hatte ihr Kalb so lieb gewonnen, das sie es dauernd mit sich herumtragen mußte. Sie konnte davon nicht lassen – bis sie unter seiner Last zusammenbrach.
Die Staaten als das Verhängnis der Gegenwart zu sehen, davor steht Palmström. Der schloß einst messerscharf, daß nicht sein kann, was nicht sein darf.
Die Auskunft vieler: Ohne Staat gibt es kein Leben. Das gleicht dem Trugschluß des Hahns, der meint, daß morgens die Sonne aufgeht, weil er kräht. Der Staat ist für das Leben nicht nur überflüssig. Er ist drauf und dran, ihm den Todesstoß zu versetzen.
Leben gibt es nur durch Freiheit. Staaten dokumentieren den Machtfluß von oben nach unten. Die Lösung kann nur in der Umkehr des Machtflusses liegen. Dies um so mehr, als Ordnungen, die dies bewerkstelligten, genau das erbrachten, was heute nötig ist: Frieden und Mäßigung.
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